neuer Blog!!!

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Hallo ihr Lieben,
euch ist sicher aufgefallen, dass ich die meiste Zeit nur Fotos und Videos gepostet habe. Das tut mir außerordentlich leid und ich weis dass einige etwas enttäuscht waren, doch ich hatte leider ein Tastaturproblem bei meinem Laptop. Wie dem auch sei, jetzt wird endlich NACHGETRAGEN!!!! Danke für euer Verständnis!

Liebe grüße 
Tatjana

Das erste Austauschschülertreffen in Cúcuta

Für das erste Austauschschülertreffen unseres Distrikts 4172 bin ich am Donnerstag nachmittagt nach Cúcuta geflogen. Es war ein kurzer Flug in einer sehr kleinen Maschine. Nach 35 Minuten waren wir auch schon da, und ich wurde von Janeth der Mutter der Gastfamilie wo ich das Wochenende bleiben würde abgeholt. Wir fuhren Heim damit ich mich duschen und umziehen konnte. In Cúcuta ist es deutlich wärmer als in Bucaramanga. Jeden Tag sind es um die 40°C. Ihr könnt euch sicher denken, dass ich da schnell aus meiner langen Jeans rauswollte haha. 
Am Abend hatten wir dann das Treffen. Wir lernten die Chairwoman und ihr Team kennen, tauschten Pins aus und bekamen Rotary Tshirt, ein kleines Geschenk und weitere Informationen zu unserem Austausch.
Am Freitag trafen wir uns in einem Club Tenis. Wir fertigten "eigene Welten" aus Kugeln, Farbe und Knetmasse an, spielten ein Spiel um uns besser kennen zu lernen und verbrachten den Nachmittag im Pool. Am Abend gingen wir zusammen essen und im Anschluss dazu in eine Diskothek. Am Samstag trafen wir uns im Haus der Assistentin unserer Chairwoman, spielten eine Art "Wichteln" was hier "Amigo secreto" heißt. (Geheimer Freund). Das spielen die Kolumbianer um den Monat September zu feiern. Den Monat der Liebe und der Freundschaft. Nach dem Mittagessen genossen wir noch ein wenig den Pool und fuhren im Anschluss in die Stadt. Wir hatten eine Stunde zur freien Verfügung, die Cindy (meine beste Freundin und Französin) und ich zum shoppen nutzten. Am Abend fuhren wir mit der "Chiva" (was übersetzt Ziege bedeutet). Das ist ein Bus mit sehr lauter Musik zum tanzen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, auch mit den Rotariern. Da hat sich mal wieder gezeigt, dass man auch mit über 50 noch lang nicht zu alt zum tanzen ist. Danach gingen wir mit den Austausch Schule an wieder in den Club "Saxo" in dem wir am Tag zuvor schon waren. Das ist hier sowas wie der Standardclub der Austauschschüler die in Cúcuta sind. Den Sonntag verbrachten wir mit der Familie, gingen mit den Eltern in die Stadt und am Abend lecker essen. Am Montag stand nun mein Rückflug an, den ich um ein Haar verpasst hätte. Denn auf Grund der kolumbianischen Pünktlichkeit kamen wir 5 Minuten zu spät am Check-in Schalter an. Doch mit ein wenig Diskussion ließen sie mich dann doch noch einchecken. Ich rannte durch die Sicherheitskontrolle und den halben Flughafen und als ich ziemlich außer Atem am Gate ankam, sah mich der Angestellte der Airline nur mit großen Augen an und fragte wieso ich so außer Puste sei. Ich erklärte ihm in einem hektischen Spanisch die Situation und das ich bitte unbedingt in dieses Flugzeug müsse. Er begann zu schmunzeln und meinte ich solle mich beruhigen und entspannen, sie würden in etwa 10 Minuten mit dem Boarding beginnen. Tja viel Wind um Nichts so zu sagen. Jetzt bin ich wieder in Bucaramanga und die 37°C kommen mir im Vergleich zu Cúcuta angenehm kühl vor, trotz langer Jeans. :D hahaha

28. August 2014

28. August und ich bin wieder mal krank. Ich weiß nicht wieso ich hier so oft krank bin. Vielleicht liegt es immer noch an meinem Imuntief, welches mir der Tropenarzt nach meinen vielen Impfungen hervor gesagt hatte. Jedenfalls liege ich mal wieder im Bett, habe Fieber, mein Kopf fühlt sich an als würde er jeden Moment explodieren und zur Abwechslung habe ich auch keine Stimme mehr; was die Sache nicht wirklich besser macht. Heute Abend steht auch noch ein Familientreffen an. Ich frei mich schon, wenn ich wieder von allen mit neugierigen Blicken und Fragen gelöchert werde. Eigentlich stört es mich nicht, dass die Leute mich betrachten als wäre ich ein exotisches Tier und mich mit Fragen durchbohren. Ich habe mich mittlerweike daran gewöhnt. Nur erleichtert es die Situation nicht gerade, wenn ich keine Stimme habe... Naja, und wie ich meine Gasteltern kenne muss ich mit. Fieber hin oder her

Tag 3 in Kolumbien

"Hola" aus Kolumbien. Mein dritter Tag hat leider gar nicht gut angefangen. Am Abend zuvor habe ich mich bereits nicht so toll gefühlt, doch heute Morgen ging gar nichts mehr. :( Ich hatte Fieber, Bauchschmerzen und meinem Kopf ging es auch alles andere als gut. Wahrscheinlich lag es an dem anderen Essen, Wasser oder einfach an dem Imuntief, von dem der Arzt nach der Impfung sprach. Den Vormittag verbrachte ich im Bett doch nach ein paar Tabletten ging es mir schon etwas besser und so wie die Kolumbianer nun mal sind, wird sich dann nicht ausgeruht und geschont sondern sich mit der Familie zum Mittagessen verabredet. Haha hier in der Stadt ist momentan eine Autoshow, die wir im Anschluss besuchten. Und zur Freude meines deutschen Herzen waren "unsere" deutschen Marken wie BMW, Audi und Mercedes vertreten.

25. August

Mein Montag morgen begann früh. Sehr früh sogar. Genau genommen um 4:50 Uhr. Wir hatten nämlich um 6:30 Uhr einen Termin in meiner Schule. So früh am Morgen und alle waren bester Laune und ausnahmsweise sogar pünktlich. Wir unterhielten uns mit der Rektorin, füllten Papiere aus und machten einen kleinen Rundgang durch die Schule. Sie erklärte mir einige Dinge über und um die Schule und ich sah das erste Mal meine Schuluniform. Ich wollte eigentlich schon immer mal eine Schuluniform tragen und als ich die meiner kleinen Gastschwester gesehen hatte, um so mehr. Tja, nich jede Schuluniform ist eine schöne, dass lernte ich als ich meine sah. Am liebsten würde ich mit meiner kleinen Schwester Uniform tauschen. Naja ich werds schon überlebenden. :D Danach fuhr ich mit meinem Gastonkel in die Innenstadt um einigen Papierkram zu erledigen. Ich dachte immer, dass die Latinos in solchen Dingen ein bisschen entspannter sind, doch es waren echt eine Menge Papiere. Zu dem wollten sie meine Blutgruppe wissen, was mir meinen ersten Arztbesuch in Kolumbien verschaffte, da es nicht in mein Impfbuch eingetragen ist. Sie waren alle sehr freundlich, auch wenn es längst nicht das Gleiche an Hygiene Bedingungen wie in Deutschland ist. Kurz um, ich bin jetzt offiziell "A" "POSITIVO". Den Nachmittag verbrachte ich bei der Oma und sie zeigte mir, wie man Empanadas herstellt. Sie war ziemlich schockiert als ich ihr sagte, dass es das in Deutschland nicht gibt. Am Abend gingen meine kleine Gastschwester, ihr Onkel und ein Freund von ihm zu einer Modenschau. Ein kolumbianisches Label stellte Brautkleider und Dessous vor. Die war echt richtig schön. Als der Designer am Ende der Show auf die Bühne trat, erntete er einen riesigen Applaus und posierte mit seinen Models für die Fotografen. Danach ging er noch durch die Reihen und begrüßte die VIP-Gäste. Er hatte fünf kleine Päckchen in der Hand und verteilte 4 von ihnen an gute Freunde. Mit dem letzten ging er zu mir, begrüßte mich, gab mir ein Küsschen auf die Wange und unerreichte mir das letzte Päckchen mit einem Lächeln. Es war ein kleiner Schlafanzug, mit einer transparenten cremefarbenen Shorts die vorne eine rosa Schleife mit weißen Punkten hat. Das Oberteil ist einfarbig in einem zarten rosa gehalten mit einem kleinen Schleifchen in der Mitte des Dekolleté. Ich probierte es Zuhause direkt an und es passte, als hätte er es nur für mich entworfen. *_* 

Mein erstes Rotary Meeting

Auch wenn hier in Kolumbien die Uhren ein bisschen langsamer gehen und erstmal mehr als die Hälfte deutlich zu spät kommt, ist Rotary doch überall änlich. Heute war die Govenorin da, was dieses Meeting noch einmal besonderer machte.Die Location war in einem wunderschönen alten Saal gewählt worden, mit Verzierungen und Blumengesteckten. Alle waren sehr freundlich und bestaunten meinen Blazer und mein Dirndl. Ich wurde für den "mesa principal" also so zu sagen der Haupttisch, mit Präsidenten, Govenorin und Partner aufgerufen. Ein mulmiges Gefühl ganz vorne, für alle sichtbar zu sitzen. Doch die Blicke meiner Gasteltern gaben mir eine gewisse Sicherheit. Der gesamte Ablauf ähnelte irgendwie ein bisschen dem deutschen nur waren hier alle sehr fein rausgeputzt. Ob es nur daran lag, dass so hoher Besuch da war? Ich weiß es nicht... Aber einen entscheidenden Unterschied habe ich dennoch gefunden. Selbst in Rotary existiert ein Patriotismus! Zu Beginn wurde zuerst die kolumbianische Nationalhymne gesungen, dann die santanderianische (meine Provinz ist Santander) und als drittes eine rotarische. Gibt es sowas in Deutschland eigentlich? Gegen Ende des Meetings überreichte ich der Govenorin als auch meinem Präsidenten den Banner meines deutschen Clubs Hanau-Maintal. Als letzter Punkt des Abends folgte das Abendessen und so klung der Abend mit einem guten Essen und interessanten Gesprächen aus.

Gorgona Reise Pazifischer Ozean

Quartalsbericht Nr. 1

Tatjana Skupin

Kolumbien

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Sehr geehrte Rotarier,

Ich bin nun schon fast zwei Monate in Kolumbien und es fuehlt sich an, als waere es eine Woche gewesen. Die Zeit vergeht rasend schnell.

Ich habe mich mittlerweile gut eingelebt und bin bereits in die kolumbianische Kultur eingetaucht. Probleme mit Heimweh hatte ich bisher nicht.

Meine Gastfamilie hat mich liebevoll aufgenommen und ich fuehlte mich bereits in den ersten Tagen wie Zuhause. Mit meiner 12-jaehrigen Gastschwester verstehe ich mich gut und ich habe sie jetzt schon wie eine leibliche Schwester ins Herz geschlossen.

Auch mein Rotary Club, hier in Bucaramanga, hat mich sehr freundlich aufgenommen. Mit der Familie des Club Praesidentes, Marco Sergio Cote Peña, unternehme ich regelmaessig Aussfluege. Auch mit meiner Counselorin, Luz Emilia Jimenez, bin ich regelmeassig in Kontakt. Die aktuelle Gouvenorin habe ich bereits kennen lernen duerfen und einige interessante Gespraeche gefuehrt.

Schule habe ich nun seit etwa drei Wochen. Es gab ein paar Probleme mit der Versicherung, weshalb ich leider nicht frueher anfangen konnte. Meine Klasse hat mich sehr sehr freundlich aufgenommen und mir schon in der ersten Woche viele Fragen ueber Deutschland und unsere Kultur gestellt. Auch die Lehrer interessieren sich sehr fuer Deutschland, unsere Geschichte, unsere Kultur und unseren Fussball. Den Unterricht verstehe ich leider noch nicht, da die Lehrer sehr schnell sprechen, mir unbekannte Begriffe verwenden und ich hier einige Faecher in meinem Stundenplan habe, die in Deutschland nicht unterrichtet werden. Ich bemuehe mich stehts aufmerksam zu sein und etwas zu verstehen, was nicht immer ganz einfach ist. Der kolumbianische Unterricht wie ich ihn bisher kennen gelernt habe, ist sehr unterschiedlich zu dem Unseren. Besonders das Schueler-Lehrer und Lehrer-Schueler Verhaeltnis ist hier sehr freundschaftlich und fast schon familiaer. Hier ist es ganz normal, dass die Lehrer mit Vornamen angesprchen werden und hier und da gibt es auch mal eine Umarmung vom Lehrer.

Meine Aktivitaeten halten sich in Grenzen, da die Familie sehr streng ist. Eine normale Woche beginnt Montag morgens um 05:00 Uhr. Um 05:55 Uhr werde ich zur Schule von einer Art Schulbus gebracht. Die Schule beginnt um 06:30 Uhr und endet fuer gewoehnlich um 15:20 Uhr.

Die "Latinos" sind vielleicht bekannt fuer ihre Unpuenktlichkeit, was auch nahezu immer zutrifft, aber in Punkto Schule sind sie auf die Sekunde genau.

Wenn ich nach Hause komme, bin ich meist sehr erschoepft und verbringe den Nachmittag alleine im Apartment. Meine Gasteltern kommen am Abend von der Arbeit nach Hause. Das Wochenende verbringe ich dann meist mit der Familie, gehe mit meiner Gastschwester schwimmen oder unternehme Ausflluege mit der Familie des Club Praesidenten.

Mit der neuen Sprache komme ich sehr gut zurecht. Ich hatte bereits in Deutschland drei Jahre Schulspanisch und kann mich hier im Alltag nahezu fluessig unterhalten. Jedoch sprechen die Kolumbianer in meiner Region, Santander, sehr schnell und etwas undeutlich, sodass ich oft nachfragen muss. In der Schule kann ich mich mit meinen Klassenkameraden gut verstaendigen. Im Unterricht ist das leider nicht der Fall. Zum Glueck zeigen die meisten Lehrer jedoch Verstaendniss dafuer. Ich habe Probleme mit der Sprechgeschwindigkeit der Lehrer. Zudem sprechen die meisten Lehrer sehr undeutlich aber ich denke, dass ich mich mit der Zeit daran gewoehnen werde. Die Kolumbianer sind sehr freundlich und die Meisten beantworten auch 10 Mal die gleiche Fragestehts mit einem Laecheln.

Vergangenes Wochenende hatten wir unser erstes Austauschschuelertreffen. Jenes fand in Cucuta statt. Ich bin mit einem schweizer Austauschschueler von Bucaramanga nach Cucuta in einer kleinen Maschiene geflogen. Es hat viel Spass gemacht die 17 anderen Austauschschueler kennen zu lernen. Wir sind zwar nur eine kleine Gruppe in unserem Distrikt 4271 aber passen perfekt zusammen.Wir verstehen uns alle sehr gut und hatten gemeinsam viel Spass am Wochenende. Wir haben ueber Rotary gesprochen und welche Projekte unsere Rotary Clubs Zuhause momentan unterstuetzen. Alles in allem war das Wochenende sehr gelungen und wir waren alle sehr traurig als wir uns voneinander verabschieden mussten.

Ich bin gesund und sehr gluecklich hier zu sein. Ich danke Ihnen von ganzem Herzen mir diese Moeglichkeit zu geben. Ich werde mir Muehe geben das Beste daraus zu machen. Des Weiteren moechte ich mich bei Gerhard Thutewohl, fuer die gute Vorbereitung auf mein Austauschjahr bedanken; Bei meinem sponsoring Club RC Hanau-Maintal fuer die grosse Unterstuetzung; Bei unserem Jugenddienstbeauftragten Eberhard Uhlig und bei meinen Eltern Marion und Werner Skupin, die mich in Allem immer so fleissig unterstuetzen und mir zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite stehen. Vielen Dank!



Sonnige Gruesse und ein ¡Hasta pronto! aus Kolumbien

Tatjana Skupin

Der Unterricht in Kolumbien

Der Unterricht hier ist sehr anders als bei uns in Deutschland! Zum Beispiel wird hier fast immer zu Beginn der Stunde ein Lied ueber Youtube angemacht. Das lockert die Atmosphaere ungemein. Und zum Beispiel Heute wurde Salsa gespielt und da ist es ganz normal, dass die Schueler aufstehen und miteinaneder tanzen. Und hier kann echt jeder tanzen! Danach hat der Lehrer erklaert, wie man eine Dame aufzuvordern hat und was er und sie waehrend des Tanzes besser lassen sllten. Alles in allem ist der Unterricht hier viel persoenlicher als in Deutschland dch auch sehr viel unstrukturrierter und durcheinanderer als bei uns. Auch die Noten sind hier anders. Waehrend bei uns die Ntenbwertung von 1 bis 6 der 0 bis 15 ist; wird hier in 0 bis 100 bewertet. Hier benoetigt man 65 Punkte um ein Fach "bestanden" zu haben. 

Die Schueler arbeiten hier nicht mit Buechern, alles wird vom Lehrer an der Tafel erklaert uns den Schuelern sozusagen "vorgekaut". Ich vermisse die Struktur des deutschen Unterrichts, das ist doch sehr viel besser zu kontrlieren und anstaendig estwas zu lernen. Mir ist es immer noch ein Raetsel, wie bei den Schuelern bei diesem Unterricht auch nur irgendetwas haengen bleibt.


                                                                                                                 23.09.2014

Escolar

Mein dritter Tag in der Schule und Heute wurde ich das erste Mal vom Transport abgeholt. Escolar ist ein Transport zur Schule. Ein groesseres Auto, dass an den Haeusern und Hochhaeusern vorbei faehrt und die Kinder "einsammelt" und zur Schule faehrt.

Auch wenn die Latinos wahrscheinlich das entspannteste Volk dieser Welt sind und die Meisten nicht allzuviel Wert darauf geben, ob sie puenktlich oder eine Stunde spaeter kommen; wenn es um Schule geht sind sie puenktlich. Sogar sehr puenktlich. Mein Schultransprt holt mich puenktlich um 05:55 Uhr ab, und keine Minute spaeter. Wenn ich nicht in 30 Sekunden am Auto bin wird man "stehengelassen" und darf mit dem Taxi zur Schule fahren. Also nicht so wie die deutsche Bahn. Die natuerlich immer puenktlich und zuverlaessig faehrt. :D

Ich habe das Glueck, dass ich die Vorletzte auf der Route bin. Fuer die anderen beginnt der Tag also noch frueher. Um Punkt 06:05 Uhr bin ich in der Schule. Zu der Zeit wuerde ich in Deutschland noch nicht einmal ans aufstehen denken. Aber ich bin nicht in Deutschland. Ich bin in Kolumbien und hier heisst es nunmal um 05:00 Uhr wird aufgestanden. Mit der Zeit gewoehnt man sich aber daran.

 

                                                                                                           17. September 2014

Mein erster Schultag

Oh man Leute ich kann euch sagen... Das reinste Durcheinander! Ich sitze gerade in der aller ersten Stunde, die um 6:30 Uhr begonnen hat. Physik. 

Mein Tag hat bereits um 4:50 Uhr angefangen. Tja daran werde ich mich wohl gewoehnen muessen, das ist hier naemlich ganz normal. Informatik ist hier irgendwie ganz anders als bei uns. Die Info Stunde haben wir damit verbracht Windows 7 kennen zu lernen, Ordner zu oeffnen, verschieben und wieder zu schliessen und all das mit Screenshots festzuhalten. In Filosophie hat die Klasse Heute einen Test geschrieben, so hatte ich viel Zeit zu malen. :D Der Matheunterricht hat irgendwie nicht wirklich etwas mit Mathematik zu tun. Wir haben ein Video ueber Naturkatastrophen gesehen und eigentlich nichts zum Thema Mathe gemacht. :D Als ich heute mrgen in die Schule kam, war ich ziemlich nervoes. Neue Schule, neue Leute, andere Sprache, andere Faecher... Dch bereits in der ersten Stunde habe ich mich vom ersten Schock erholt und mich langsam dran gewoehnt. Jetzt ist der Vormittag fast rum und ich fuehle mich endlich angekommen. Sie haben mich super freundlich aufgenommen und sie behandeln mich, als wuerden sie mich schon eine Ewigkeit kennen. Auch wenn die Meisten noch 15 sind merkt man den Unterschied kaum. Auch mit den Lehrern wird hier ganz anders umgegangen als bei uns. Sie Dutzen sich, nennen sich beim Vornamen und hier und da gibt es eine Umarmung vom Lehrer. Daran muss ich mich noch gewoehnen. Ich bin mal gespannt wann ich meine Uniform bekomme. :D Heute war ich naemlich nur in Jeans und weissem T-Shirt, weshalb ich nochmal mehr aufgefallen bin. :D


                                                                                                                    15.09.2014 

Konzert Carlos Vives

Nuestro gran viaje...

Recuerdos.... Familia...

Stolz auf meine kleine Schwester

                                                                                                                    17.08.2014

1. Rotary Meeting

                                                                                                                      22.08.2014

Santiago Cruz Konzert


                                                                                                                        24.08.2014

Kolumbien und seine Spezialitäten: Arepa

Arepa wird hier fast jeden Tag gegessen. Es besteht aus Maismehl, etwas Wasser, einem speziellen Käse, Butter, Salz, Zucker und etwas Margarine. Daraus wird ein Teig hergestellt, der in der Pfanne mit Butter ausgebacken wird. Danach wird das Teigteilchen entweder so mit etwas Butter gegessen oder mit einer scharfen Hackfleischfüllung gefüllt.

Kolumbien und seine Spezialitäten: Mute

Ich habe Heute das erste Mal in meinem Leben Mute gegessen. Das ist ein kolumbianisches Gericht, das typisch für meine Provinz Santander ist. Es ist ein Suppen Gericht, bestehend aus: Rindfleisch, Schweinefilet, Mais, Kartoffeln, Aubergine, Bohnen, Kichererbsen, Nudeln, Petersilie, Salz, Brühe, Kümmel und Feigen. Die Suppe wird mit Reis, Avocado und Zwiebeln serviert. Seeeeeeeehr lecker *_______*

Mein 2. Tag in Colombia

Hallo ihr Lieben Zuhause,

gerade geht mein 2. Tag in Kolumbien zu Ende und ich sitze in meinem Zimmer um Euch zu schreiben. Ich habe immer noch Jetlag..... Leider :/ Aber der Tag war sehr sehr schön. Meine kleine Gastschwester hat bei mir in meinem Bett geschlafen, was zur Folge hatte, dass ich um 5 Uhr liebevoll geweckt wurde. Wir machten einen Spaziergang mit Karla und frühstückten anschließend mit der Familie. Danach waren wir mit dem Präsidenten meines Rotary Clubs verabredet. Mit ihm, seiner Frau, seiner Schwiegermutter und meiner kleinen Schwester, fuhr ich zum "mesa de los santos" was soviel bedeutet wie Tisch der Heiligen. Von hier stammt angeblich der beste Kaffee der Welt. Es liegt etwas abgelegen in den Bergen (etwa 45 Minuten von Floridablanca entfernt) und bereits auf dem Weg konnte ich viele Kaffee-Pflanzen sehen. Generell gibt es hier viele Früchte, Blumen und Pflanzen die es bei uns in Deutschland nicht gibt.

Wir waren in einem See schwimmen, machten eine Bootstour und besichtigten neu entdeckte Höhlen. Als der Abend nun langsam herein brach, fuhren wir auf eine Finca seines Bruders. 

Ich weiß nicht ob ihr das Video kennt, aber es gibt ein Video von Kolumbien in dem es heißt: "Ein Ort, an dem dich jeder mit einer Tasse Kaffee erwartet..." und das stimmt nur halb. Bisher habe ich noch nicht gesehen, dass wenn man wohin kommt, man mit einer Tasse Kaffee erwartet wird aber immer, und damit meine ich wirklich IMMER, wird man liebevoll und herzlich mit einer Tasse heißer Schokolade erwartet wird. Die Kolumbianer sind immer freundlich das ist schon echt besonders. Ganz anders als in Deutschland. Man fühlt sich hier egal wo man hinkommt, direkt unter Freunden.

Was ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, ist dass sie die Kolumbianer meistens mit Käse trinken. :D Ja mit Käse. Anderes Land, andere Sitten. Es schmeckt für meinen Geschmack etwas eigenartig, aber irgendwie hat es was.

Alles in allem war es ein wunderschöner Tag und den Abend verbrachten wir mit einem Brettspiel, dass ein wenig wie Mensch-ärger-dich-nicht ist, zusammen in großer Runde.

Es geht looooossss!!!!

Abschied fällt schwer..



2 Tage, 22 Stunden, 22 Minuten

Langsam wirds ernst.... Ich kann kaum glauben, dass mein Vorbereitungsjahr schon zu Ende ist. Wo ist die Zeit geblieben? Und vorallem wie werde ich in der verbleibenden Zeit fertig?

Mit allen Mitteln versucht man noch ein letztes Mal seine ganzen Freunde zu sehen und Zeit mit ihnen zu verbringen. Aber nimmt man sich m,al eine Minute Zeit um realistisch die Dinge zu betrachten, so wird einem schnell klar ES IST UNMÖGLICH ALLE NOCHEINMAL ZUSEHEN :( Die Zeit rennt echt so bescheuert sich das jetzt auch anhören mag.

Trotzdem freue ich mich von Tag zu Tag mehr auf Kolumbien. Ich schreibe / skype jeden Tag mit meiner Gastschwester und mit meinem Gastbruder in Brasilien. Ich freue mich so endlich eine kleine Schwester zu haben und sie in den Arm nehmen zu können. Seit Gestern habe auch ich endlich mein Visum und meine letzten drei Impfungen. Eigentlich ist alles fertig... Bis auf so eine Kleinigkeit... Meine Koffer sind noch nicht gepackt :D

Tja aber irgendwie komm ich doch nicht drum herum... Ich habe einfach zu viele Sachen. :$ Die Entscheidung was nehme ich mit und was kann ich hier lassen ist einfach zu schwer... 

Aber wenn ich nicht mit leeren Koffern fliegen will muss ich das jetzt mal anfangen. In diesem Sinne :) Ich denke ich melde mich am Donnerstag oder Freitag nochmal bei euch.

~Tatjana

(12.08.2014)

Es wird Zeit zu packen...
Es wird Zeit zu packen...

Abschied fällt schwer...

Man kann sich nicht vorstellen wie es ist ein Jahr von Zuhause wegzugehen... Ich habe keine Angst davor oder große Bedenken... Nein... Ich freue mich wirklich sehr auf Kolumbien und die neue Kultur und die Schule und die Leute und das Essen. Auf einfach alles! Ich freue mich diese riesige Chance zu bekommen und ich hoffe ich werde sie gut nutzen. Die Zeit rennt und obwohl ich noch relativ entspannt bin, gibt es doch immer wieder Momente in denen ich nicht weiß was ich fühlen soll und nicht weiß wo mir der Kopf steht. Es ist nicht einfach seine Familie und Freunde für ein Jahr in Deutschland zurück zu lassen. Auch wenn du weißt, dass du in einem Jahr wieder kommst, weißt du trotzdem nicht was passieren wird. Kommt man gesund zurück? Werde ich die Gleiche sein wie zuvor? Werden sich meine Freunde verändern? Und wie werden sie reagieren wenn ich zurück komme? Werde ich mich dort gut einleben? Und wie werden die Leute in Kolumbien auf mich reagieren? Es sind immer wieder ähnliche Fragen die mir zurch den Kopf wandern, neben ständigen Fragen wie "Werde ich mein Visum rechtzeitig bekommen?", "Was packe ich ein und was lasse ich hier?". Vielleicht seid ihr je gerade selber in einer ähnlichen Situation und könnt meine wirren Gedanken, die ich irgendwie versuche in Worte zu fassen, ein bisschen nachvollziehen. 

Von einer meiner engsten und besten Freundinnen musste ich mich schon vor ein paar Tagen verabschieden weil sie in den Urlaub fuhr. Heute nun die Verabschiedung von meinem Schwager und meinen geliebten Nichten. Ich weiß nicht was ich fühlen soll... Es fühlt sich so seltsam an... So unwirklich... Ich habe meine zwei Kleinen noch ins Bett gebracht und Stunden lang Geschichten vorgelesen. Es muss ja schließlich für ein Jahr reichen. :D Als wir dann später im Begriff zu gehen waren, musste ich nochmal "kurz" in die Kinderzimmer reinhuschen... Ich werde die zwei so unendlich doll vermissen. :( Ich vermisse sie ja schon in Deutschland weil wir uns so selten sehen, aber in Kolumbien? Das wird der Horror... :( Ich saß gut eine halbe Stunde auf dem Fußboden vor dem Bett meines Patenkindes Anna. Ich habe ihr einfach nur beim schlafen zugesehen.. Wie glücklich, ruhig und zufrieden sie aussah.. Wie liebevoll sie ihren Teddy im Ärmchen hielt. Wie die Welt für einen kleinen Augenblick still zu stehen schien und wie für einen Moment alles andere drum herum nicht mehr zählte sondern nur noch dieser perfekter Moment... 

 

(09.08.2014; [6 Tage, 13 Stunden, 2 Minuten])

meine Gastfamilie & meine Gaststadt

Hallo Leute,

Tja ich habs mir ja fast schon gedacht, dass ich mich vorm Flug nochmal bei euch melde. Der Endspurt läuft denn in 10 TAGEN fliege ich!!! *____* Ihr habt ja das Drama mit meiner GF und meinen Unterlagen mitbekommen.. Ja nicht ganz schön gewesen und sehr stressig... 

Doch ENDLICH habe auch ich (als letzte die nach Kolumbien geht, als letzte aus meinem Distrikt und so wie es aussieht auch als letzte aus ganz Deutschland) meine GF bekommen. *_* Mir ist so ein riesen Stein vom Herzen gefallen als ich sie Heute bekommen habe! Das könnt ihr euch nicht vorstellen.

Ich war gerade dabei eine Email an meine Gastmutter zu schreiben als sie mich auf Facebook anschrieb. Sie ist sooo lieb. Wir haben dann etwa eine halbe Stunde geskypet und ich war am Anfang total aufgeregt, aber davor braucht ihr keine Angst zu haben, das verfliegt ganz schnell. Wir waren uns direkt sympathisch und sie hat mir erzählt, dass ich zwei Gastgeschwister habe, eine Gastschwester (12) (YEAHHY ich wollte schon immer mal eine kleine Schwester haben) und einen Gastbruder (18) der gerade im Austausch in Brasilien ist. Sie haben eine große braune Hündin auf die ich mich schon total freue. :) Endlich wieder ein Hund im Haus *_* Sie hat mir erzählt, dass bei ihnen die Schule um 7 Uhr anfängt und meistens so bis um 15 Uhr geht. UM 7!!!!!!!! Ich habe ja schon so meine Probleme mit 8 Uhr da pünktlich zu kommen... Das wird was kann ich euch sagen.. und auf meine Schuluniform bin ich auch schon mal gespannt haha :D 

Ich freue mich jetzt einfach nur noch riesig, dass ich endlich meine GF habe. Jetzt kommt nur noch ein bisschen Stress mit Visum und den letzten Impfungen und dann geht mein großes Abenteuer richtig los. *_* ICH KANNS KAUM ERWARTEN!!!

Noch 10 Tage und 14 Stunden und mein Flieger nach Bogota verlässt die Startbahn des Frankfurter Flughafens. Nach 12 Stunden Flug werde ich in Bogota landen um dann noch mal ca eine Stunde nach Bucaramanga weiter zu fliegen. Dort wird mich dann meine Gastfamilie in Empfang nehmen. Tja Bucaramanga.. Man sagt ja es ist die schönste Stadt Kolumbiens.. Ich werde mir bald ein eigenes Bild von der Stadt mit mehr als 500.000 Einwohnern machen und euch fleißig berichten. Das Klima gefällt mir schonmal sehr gut und ist mit seinen 20°C bis 34°C Jahresdurchschnitt eigentlich wie perfekt für mich gemacht.

Bucaramanga ist die Hauptstadt der Provinz Santander und liegt nordöstlich von Bogota. Sie ist die 5 größte Stadt Kolumbiens nach Bogota, Cali, Medellin und Barranquilla. Die Einheimischen nennen Bucaramanga "La ciudad bonita de Colombia" also die schöne Stadt Kolumbiens. Bucaramanga besitzt viele Parkanlagen und Grünflächen. Ich habe mich dort mit Google Maps schonmal umgesehen und es ist so grün wie Deutschland im Sommer. :D Was mir persönlich sehr gut gefällt. Die Stadt ist in 17 Comunas eingeteilt. Mit einer stolzen Höhe von knapp 960 Metern über dem Meeresspiegel liegt die schöne Stadt Kolumbiens leicht in den Bergen und ist sehr hügelich. Die Stadt liegt auf einer Hochebene, der Meseta de Bucaramanga, welche im Osten durch einen Gebirgszug und im Westen durch die Schlucht des Rio de Oro (der Goldfluss) begrenzt wird. Genau genommen bin ich in Floridablanca gelandet, was ein Stück südlicher als Bucaramanga ist. Die kleine Stadt hat aber trotzdem immernoch 260.000 Einwohner haha und grenzt an die Innenstadt Bucaramangas und ist eine Stadt in der Provinz Santander. Die Stadt liegt auf 925 Metern über dem Meeresspiegel.

Ich habe auch schon mit meiner 12 jährigen Gastschwester und meinem Gastvater geskypet und fühle mich jetzt schon total wohl in der Familie! :) Sie sind alle sehr offenherzig und liebenswert und freuen sich schon darauf, dass ich bald komme. Ich werde das Zimmer meiner Gastschwester bekommen und sie wird in das Zimmer ihres Bruders ziehen solange der in Brasilien ist. Die Hündin Carla ist auch echt süß *_* Eine große schlanke Hündin mit braunem kurzem Haar und einem

spitzen Gesicht. Ich kann mich jetzt schon nicht mehr von ihr trennen und war noch nichtmal dort! 

 

(05.08..2014)

Charterfeier Werder (Havel)

Mit der Charterfeier (Gründungsfeier) vom Rotary Club Werder (Havel) geht mein Vorbereitungsjahr in Deutschland nun zu Ende. Genaugenommen ist mein Vorbereitungsjahr seit der Distriktkonferenz zu Ende. Die Distriktkonferenz in Frankfurt war der Abschluss des Rotarischen Jahres 2014 und somit auch der Abschluss meines Vorbereitungsjahres. Danach hatten wir die Ehre auf den 60. Geburtstag des RC Marburg eingeladen zu werden und uns zu präsentieren. Von den In- und Outbounds mussten wir uns bereits verabschieden. Jetzt hatte ich als einzige noch einmal die Möglichkeit mich als Outbound und Botschafterin für Deutschland zu präsentieren. Und die große Ehre an einer Clubgründung teilzunehmen.

Es begann alles ein wenig stressig, da ich direkt von der Schule (15:35Uhr) zum Bahnhof gebracht wurde. Also leider keine Zeit um noch schnell die ein oder andere Sache von zuhause zu holen. Mit dem Zug ging es vom hanauer Hauptbahnhof nach Berlin. Noch eine weitere Sache, die nicht ganz so toll verlief.. Zu dem Zeitpunkt spielte die deutsche Nationalmannschaft in Brasilien gegen Frankreich im Viertel-Finale. Leider war das Internet zu schlecht um einen Livestream zu schauen und so bekam ich nur alle paar Minuten von einem guten Freund den Spielstand, gelbe Karten, Spielerwechsel und weitere interessante Details mitgeteilt. Letzten Endes gewannen wir 1:0 durch ein Tor von Mats Hummels ausgeführt durch einen Freistoß von Toni Kroos in der 12. Minute. Ich gebe euch nun meine kleine Zusammenfassung des Spiels, die ich während meiner Zugfahrt erhielt.

 

Anstoß im heißen Brasilien im schönen maracana-Stadion. Wir freuen uns auf ein hoffentlich spannendes, torreiches und faires Spiel unter der glühenden brasilianischen Sonne. Go Deutschland!

Nach 12 Minuten steht es in Rio 1:0 für Deutschland nach einem Freistoß von Kroos auf Hummels welcher überragend per Kopf einnetzte.

20 Minuten sind nun an der Copa Cabana gespielt. Die deutsche Mannschaft um ihren Kapitän Lahm spielt gut und hat mehr Ballbesitz, doch sollten sie auf das 2. Tor drängen, da die Franzosen zu jeder Zeit und gerade nach Standards sehr gefährlich sind und sein können. Auch Karim Benzema der Star Stürmer der Franzosen sollte nicht aus den Augen verloren werden.

24Spielminute: Klose wird im Strafraum gefoult, die Pfeife des Unparteiischen bleibt jedoch Stumm. Eine kritische Entscheidung.

33.Spielminute: starker Schuss von Valboena, Neuer pariert großartig.

Doch man merkt jetzt langsam, wie die Franzosen drücken. Sie werden langsam aber sicher stärker.

Halbzeit. Wir führen immer noch 1:0 doch die Franzosen dominieren mittlerweile die Partie. Es wird bestimmt eine spannende 2. Halbzeit werden.

Die 2. Halbzeit beginnt am Fuße der Jesus Statur in Rio. Es ist immer noch brütend heiß. Das geht natürlich auf die Kondition der beiden europäischen Mannschaften. Ich hoffe die Deutschen schießen das wichtige 2:0 und können das Spiel wieder mehr an sich reißen. Go Germany.

55.Minute: relativ ausgeglichen, dennoch dominieren die Franzosen das Spiel und haben leichte Vorteile.

Erster Wechsel bei Deutschland Klose gegen Schürle.

Jetzt auch der Wechsel bei Frankreich. Die Franzosen wechseln Sakko gegen Koschlnie.

Die Franzosen werden immer stärker.

Momentan ein recht ausgeglichenes Spiel.

Schweinsteiger gelb in der 80. Minute.

Riesen Change für uns. Schürle leider nicht getroffen.

Der 2. Tausch bei unserer Mannschaft nun Götze für Özil.

Und auch die Franzosen wechseln erneut. Valboena gegen Giroud bei Frankreich.

Noch 4 Minuten Nachspielzeit, meiner Meinung nach unnötig.

Der letzte Wechsel bei den Deutschen. Kramer für Kroos.

Noch 2 Minuten. Noch eine Minute.

Das Spiel ist aus. Deutschland siegt verdient mit 1:0. Am Schluss nochmal eine große Chance für Frankreich aber wir haben gewonnen!!!!

 

 

 

 

Wie ihr seht wurde ich bestens informiert. ;)

Als wir dann in Berlin ankamen, hatten wir einen wunderbaren Blick auf die berliner Fanmile. Tausende Deutsche in bester Fußball-Feier-Stimmung. Perfekt! Alle waren am Singen und Lachen. Einfach wunderbar so viele deutsche Fußballfans so glücklich zu sehen. Mit der Regionalbahn fuhren wir dann nach Werder, wo uns bereits unser Taxi erwartete. Wir kamen in unserem Hotel an. Der erste Eindruck war WOW! Einfach wunderschön und auch auf den zweiten Blick konnte das Hotel „Zum Rittmeister“ überzeugen. Es ist im Eingangsbereich rustikal gehalten und man wurde von sehr freundlichem Personal empfangen. Wir gingen zu unseren Zimmern und auch diese überzeugten. Das Bad, zwar klein aber sehr ordentlich mit einem großem Spiegel und einer wunderschönen großen Dusche. Der Schlafbereich hatte außer dem Bett einen Schreibtisch, einen Lesesessel mit Fußschemel und einen Fernseher. Letzterer war zwar nicht auf dem neusten Stand doch das brauchte er auch nicht. Ging man aus dem Zimmer zur Terrasse, erstreckte sich ein wunderschön angelegter Park vor einem, der in das rötliche Licht der Abendsonne getaucht wurde. Auf der rechten Seite konnte man über einen kleinen Steg zum See gehen, in dem man auch schwimmen gehen konnte. Der Abend verging mit Koffern auspacken und dem Fußballspiel Kolumbien gegen Brasilien. Leider war es das WM-Aus für die kolumbianische Nationalmannschaft. Als nächstes steht im Halbfinale nun Deutschland gegen Brasilien und Holland gegen Argentinien an. Hoffentlich können wir auch dieses Spiel für uns entscheiden und so die Ehre der Kolumbianer wieder herstellen. ;) hahahha

Am nächsten Morgen hatten wir eine Stadtführung durch Werder und lernten das schöne Städtchen ein wenig besser kennen. Als auch dieser Punkt erledigt war, aßen wir in einem Fischlokal an der Havel zu Mittag. Danach ging es auf ein Boot und wir lernten auch die umliegenden Städtchen von der Wasserseite aus kennen. Die Sonne schien und wir genossen mit den anderen Rotariern die tolle Aussicht.

Wir fuhren zum Hotel zurück und machten uns fertig für den eigentlichen Grund unserer Anreise. Die Charterfeier des RC Werder (Havel). Die Veranstaltung fand im Festsaal unseres Hotels statt.

Die Feier startete mit einem Sektempfang im Hof und bereits die ersten Gäste bewunderten meinen Blazer. Nach einer halben Stunde begann die Versammlung. Der Präsident des Werder Clubs hielt seine Eröffnungsrede und auch die anderen Präsidenten aus den umliegenden Clubs sowie meinem Heimatclub Hanau-Maintal und die Bürgermeisterin von Werder an der Havel sprachen einige Worte. Womit ich jedoch nicht gerechnet hatte war, dass ich nun auch ein paar Sätze an den Club wenden sollte. Mir war es nicht gesagt worden und so war ich 100% UNVORBEREITET und sehr geschockt, als mich der Präsident Vogel aufforderte doch auch eine kleine Rede zu halten. Ihr könnt euch sicher vorstellen, was zu dem Zeitpunkt in mir vorging. Chaos und gleichzeitig gähnende Leere. Ich schien keine Wörter mehr in meinem Kopf zu haben und doch gleichzeitig eine ganze Menge die sich jedoch partout nicht zu sinnvollen Sätzen aneinander reihen lassen wollten. Ich hielt also eine Spontan-Rede. Als ich zu meinem Platz zurück ging, war ich immer noch ziemlich nervös und hatte bereits keine Ahnung mehr was ich gerade gesagt hatte. Darauf war ich nun mal so gar nicht vorbereitet gewesen. Mein Präsident überreichte dem Präsidenten des Werder (Havel) Clubs die rotarische Glocke mit der die Meetings in Zukunft eröffnet und beendet werden werden. Der formelle Teil des Abends war nun beendet und es begann der gemütliche Teil. Das Essen. Es gab ein Buffet mit Suppe, diversen Vorspeisen, verschiedenen Hauptgängen und zweierlei Dessert. Ich wurde noch einige Male auf meinen Blazer und mein Auslandsjahr angesprochen und hatte somit hier bereits meine erste Funktion als Botschafterin des rotarischen Jugendaustausches Deutschland. Später wurde mir noch der Banner des Clubs Werder (Havel) überreicht. Der Abend ging zu Ende und wir gingen in unsere Zimmer zurück. Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um halb 8. Frühstück und Koffer packen musste schnell gehen, da um 10 Uhr bereits die Stadtführung durch Potsdam startete. Ich entschied mich jedoch gegen die Stadtführung, die wie ich später erfuhr sehr politisch geprägt war. Stattdessen sahen wir uns in einer etwas kleineren Gruppe den Park und das Schloss Sanssouci an. Wir hatten eine Audioguide-Führung die wirklich sehr informativ und gut gestaltet war. Leider konnte ich drinnen keine Fotos machen, da dies verboten ist. Alles in Allem war es ein gelungenes Wochenende, mit viel Kultur und viel Spaß.

Dies war nun endgültig meine letzte rotarische Veranstaltung für dieses Jahr in Deutschland. Ich freue mich nun auf Kolumbien und kann meinen Abflug am 15. August 2014 kaum noch erwarten. Wir haben noch ein paar Wochen Schule, dann geht es noch ein letztes mal für einen kurzen Familienurlaub nach Spanien und dann geht es auch schon los. In MEIN JAHR! Ich habe war weder meine erste Gastfamilie noch meine Guaranteeform – die ich brauche um mein Visum beantragen zu können- doch ich bin sehr zuversichtlich, dass ich diese in den nächsten Tagen bekommen werde. Ich melde mich – falls davor nichts spannendes mehr passiert – das nächste Mal aus dem Flugzeug.

 

Bis Bald eure Tatjana

(5./6. Juli 2014)